Die technischen Daten in der Zeit als Feuerwehrbus:

Von 1999 bis 2010 war der Bus bei der Berufsfeuerwehr Oberhausen im Einsatz. Zugelassen war er mit dem amtlichen Kennzeichen OB-2188 als „Sonder-Kfz Feuerwehrfahrzeug Feuerwehrbus“. Die technischen Daten unterschieden sich im Vergleich zu seiner Zeit als Linienbus (1986 bis 1999 und ab 2011) nur in drei Punkten. Die Fahrzeughöhe war -- durch Blaulichter und Lautsprecher -- um 283 mm größer und die maximal zulässigen Gewichte (Gesamtgewicht und Achslasten) waren geringer, da der Bus nicht mehr für stehende Fahrgäste zugelassen war.





Ende des Jahres 2002 rüstete die Feuerwehr in Eigenarbeit eine Fahrschuleinrichtung nach, welche äußerlich nur durch die zusätzlichen Spiegel auffiel. Im Fahrzeuginneren waren der Haarnadelhaltebügel und die gepolsterte Pendelsperre im vorderen Einstiegsbereich sowie die Fahrerkabinentür entfernt worden. Der vordere Stufenbereich war teilweise holzverkleidet und dort war ein Gas- und ein Bremspedal eingebaut. Dahinter -- ganz vorne im Gang -- befand sich ein zusätzlicher Fahrersitz Grammer FA 416 E-2 als Platz für den Fahrlehrer. Das Bremspedal betätigte ein vollständiges, eigenes Zweikreisbremsventil. Dieses war pneumatisch mit der Fahrzeugbremse verbunden. Das Gaspedal war über ein selbstgebautes Gestänge mit dem normalen Gaspedal verbunden.


Dieser selbstgebaute, schwarze Holzkasten befand sich auf dem Sattel über dem Frontblech -- dort wo zuvor die Kursanzeige war. Der Holzkasten hatte eine grüne Blinklichtanzeige und eine blaue Leuchte für das Fernlicht. Beiden waren elektrisch unter dem Armaturenbrett an die gewöhnlichen Anzeigen angebunden. Der grüne, runde Schalter im Holzkasten diente zum „Scharfmachen“ der Fahrschuleinrichtung. Im seinem Inneren verbarg der Holzkasten einen Summer für den zugehörigen Arlarmton.

Um den Bus wieder als Linienbus zulassen zu können, musste die Fahrschuleinrichtung vor seiner Wiederzulassung wieder ausgebaut und der Haltebügel und die Pendelsperre eingebaut werden.





Das zulässige Gesamtgewicht betrug als Feuerwehrbus 12.000 kg gegenüber der Linienbuszulassung mit 65 Stehplätzen und daraus resultierend 16.500 kg. Die Achslasten waren dementsprechend. Alle übrigen Daten zu Abmessungen, Achsen, Geschwindigkeiten, Motor und Getriebe sind mit der „Linienbusvariante“ identisch.
Als „Blaulicht“ waren vorne und hinten je eine Bosch Drehspiegelleuchte RKLE150 angebracht. Ebenfalls vorne auf dem Dach befand sich ein Lautsprecher Wandel & Goltermann HPR-70.





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